Loggen Sie sich ein, um alle Funktionen nutzen zu können.


EFIS

Externe Flexibilität und interne Stabilität im Wertschöpfungssystem Automobil

In der Automobilindustrie, einer der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft, kommen zunehmend neue und flexible Arbeitsformen und Vertragsverhältnisse zum Einsatz. Diese betreffen viele zigtausend Beschäftigte. Sie werden als Antwort auf die globalen Veränderungen im Großen und auf Auftragsschwankungen für bestimmte Hersteller betrachtet. Im internationalen Vergleich haben sich diese Veränderungen als wenig effizient erwiesen. Sie stellen auch zunehmend eine Gefahr für die interne Stabilität der Unternehmen dar und gefährden die Funktionsfähigkeit des deutschen Systems der industriellen Beziehungen. Unter welchen Bedingungen können in der Automobilindustrie neue Arbeitsformen wie Leiharbeit und Werkverträge strategisch so gestaltet werden, dass die interne Stabilität eines Unternehmens und eine kooperationsorientierte Sozialpartnerschaft dauerhaft gestärkt werden?
Die Projektpartner des aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekts – die VW AG und die Daimler AG, Werk Gaggenau, beide vertreten durch ihre Gesamtbetriebsräte, zwei Forschungsinstitute der Universitäten Jena und Berlin (Humboldt) sowie die ffw GmbH, ein Praxispartner aus der Organisations- und Personalentwicklung – gehen von der Notwendigkeit einer umfassenden Flexibilisierung im „Wertschöpfungssystem Automobil“ aus. Dabei sind Gestaltungsziele in den beteiligten Werken vorrangig. Das Projekt erforscht und erprobt Lösungen, die flexible Arbeitsformen unter Berücksichtigung der Belegschaftsinteressen beinhalten. Ziel ist die Aufrechterhaltung der internen Stabilität von Unternehmen als Resultat einer strategischen Einbindung von Interessenvertretungen. Erfahrungen aus ausländischen Tochterunternehmen bereichern die Suche nach nachhaltigen Lösungen für eine krisengeschüttelte Branche.

Inhalt abgleichen