AllWiss
Arbeiten - Lernen - Leben in der Wissensarbeit
Wissensarbeit ist zunehmend eine Schlüsselressource für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Zentrale Merkmale der Wissensarbeit sind die Beschäftigung mit neuen komplexen Fragestellungen und Problemlösungen, die einerseits mit wenig standardisierbaren Abläufen, geringer Planungssicherheit und Zielklarheit und andererseits mit hohen Handlungsspielräumen verbunden sind. Bislang wurde Wissensarbeit daher primär als high demand- und high control-Aufgabe betrachtet, bei der trotz der hohen Anforderungen an selbstorganisiertes Arbeiten und Lernen sowie dem Umgang mit Ungewissheit, Flexibilität und Kreativität weder Stress noch die damit verbundenen negativen psychischen, psychosomatischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen auftreten sollten. Die wenigen vorliegenden Studien zur spezifischen Belastungssituation von Wissensarbeitenden deuten jedoch darauf hin, dass diese in anderen Arbeitsbereichen gültigen Aussagen herkömmlicher Belastungs-Ressourcen-Theorien nicht auf den Bereich bei Wissensarbeit übertragbar scheinen, da die Beschäftigten sehr wohl über Stress und Imbalancen zwischen den Bereichen Arbeiten – Lernen – Leben berichten, die die Innovationsfähigkeit in diesem Schlüsselbereich der Wirtschaft mit weitreichenden Folgen gefährden könnten.
Anliegen des Verbundvorhabens ALLWiss ist es, die spezifischen Belastungsfaktoren und Ressourcen im Bereich der Wissensarbeit sowie deren Wechselwirkungen in allen drei Dimensionen Arbeiten, Lernen und Leben zu untersuchen und einen kmU-geeigneten Instrumente-Mix zur Verbesserung der Work-Learn-Life Balance zum Nutzen der Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entwickeln und betrieblich zu erproben.
