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Work-Life-Learn-Balance

Beschreibung

Arbeiten, Privatleben und Lernen im Einklang

Work-Life-Balance: Gesunde Ernährung und mehr Sport steigern Lerneffizienz

Alles ist eine Frage der Balance. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde der Begriff "Work-Life-Balance" auf "Work-Life-Learn-Balance" erweitert. Der erste Begriff wird meist dazu verwendet, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu illustrieren. Mit dem zweiten wird nach dem richtigen Gleichgewicht gefragt, wenn noch eine Ausbildung dazukommt. Besonders für Personen, die eine berufsbegleitende Ausbildung absolvieren, besteht die Gefahr, dass Privatleben und Beruf unter der zusätzlichen Lernbelastung zu leiden haben. Um die Lern effizienz zu steigern, sollte ein ganzheitlicher Zugang zum Lernen gewählt werden, sagt Birgit Freidorfer, Geschäftsführerin von Well come Consulting in Graz und Erfinderin dieses Begriffs.

 

Bewegung integrieren

In der Praxis erprobt wurde das Konzept zum ersten Mal am Campus02, den Grazer Fachhochschulen. Neben Trainingseinheiten für das Gedächtnis und verschiedenen Lerntipps wurde der Unterricht während eines ganzen Semesters mit einigen Minuten Bewegungstraining begonnen, "um das Gehirn auf die richtige Betriebstemperatur zu bringen", wie Freidorfer sagt. Die Lerneffizienz steigern kann laut der Expertin, wer Bewegung in die alltäg lichen Arbeitsabläufe integriert oder sich zwischendurch eine Auszeit für ein paar Übungen nimmt: Treppensteigen statt Lift, öfter mal das Fenster öffnen oder zum Drucker gehen. Im Idealfall kommt pro Woche noch zweimal ein 40minütiges Ausdauertraining dazu.

Durch die richtige Ernährung kann die Leistung des Gehirns ebenfalls unterstützt werden. Also: Finger weg von ungesunden Nahrungsmitteln und Getränken mit einem hohen Zuckeranteil. Mehr mageres Fleisch und Fisch gehören dafür auf den Speiseplan. Für den Snack zwischendurch empfiehlt Freidorfer frische Früchte oder Nüsse.

Ebenso wichtig wie die körperliche ist auch die mentale Fitness: "Die eigene Motivation für die Ausbildung muss erfragt werden", sagt Freidorfer.

 

Die Zeit managen

Dazu gehört eine Erarbeitung der individuellen Prioritäten. Was ist mir wichtig? Wie kann ich sicherstellen, dass Familie und Freunde nicht ganz auf mich verzichten müssen? Als Maxime gilt: Freizeit sollte genauso wichtig sein wie Arbeit und Lernen. Dazu gehört auch ein geregeltes Zeitmanagement: Freidorfer empfiehlt deshalb, sich die privaten Termine genau gleich groß wie die beruflichen in den Kalender einzutragen. "Ansonsten muss immer die Yoga-Stunde über die Klinge springen."

Abschließend gilt: Die Work-Life-Learn-Balance ist kein Konzept, das an der Bürotür aufhört: "Dahinter steckt ein ganzes Lebens management-Konzept", sagt Freidorfer.

 

Zitiert nach:

Bösiger, Beatrice: WirtschaftsBlatt, 05.06.2009, Nr. 3375, 22.

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