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Vertrauen in Innovationsprozessen

Beschreibung

Merkmale der Kooperation in Innovationsprozessen, die Vertrauen ggf. notwendig machen:

-   Unterschiedliche Kooperationspartner

-   Unsicherheit, Ungewissheit, Risiken

-   Komplexität Situation, System, Aufgabe

-   Informations- und Wissensdefizite

-   Wandel

-   Handlungsalternativen / Wahlmöglichkeiten

-   Unterschiedliche/veränderliche Interessenslagen der Akteure

-   Konfliktpotenzial

-   Fehleranfälligkeit

-   Lernanforderungen

 

Vertrauensbildung in Interaktionsprozessen - Einflussfaktoren:

(Merkmale der Interaktionsprozesse: reziprok, freiwillig, gemeinsame Ziele, intuitive Entscheidungsfindung, Vertrauensvorschuss, Spannungsfeld Kontrolle – Misstrauen)

-   (inter-)subjektive innere Einstellungen, Werte, Normen (gegeben, erworben, beeinflusst)

-   Wahrnehmbarer Ausdruck in Kommunikation, Verhalten, Handeln

-   Zeitdauer / Zeitverlauf: Vergangenheit, Gegenwart, antizierte Zukunft

-   Wechselseitiges Lernen

-   Handlungssystem / Strukturbildung

-   Positive Kooperationserfahrungen: Vorteil, Nutzen, Akzeptanz

-   negative Erfahrungen: Enttäuschung – Bruch von Vereinbarungen

-   Partnerschaftliche Wertschätzung vs. Machtausübung

-   Bestätigung vs. Enttäuschung

-   Wertschätzung von Kooperation und Partnerschaft

-   Partnerbewertung (implizite vs. reflektierte) Vertrauenstheorien

 

Vertrauensbasiertes Handeln – Merkmale:

-   Intuition (Entscheiden, Handeln)

-   Projektion

-   Offenheit (Kommunikation, Umgang)

-   Transparenz: Entscheidungen, Strukturen

-   Beziehungssymmetrie

-   Lernbereitschaft / Lernen

-   Fehlertoleranz

-   (Bereitschaft zur) Vorleistung

-   Geben und Nehmen von Wissen

-   Vereinbarungen

-   Verbindlichkeit

-Zuverlässigkeit

-   Verantwortung

-   Aufmerksamkeit

-   Vertrauensgrade (Abstufungen)

-   Vertrauensbasis

     

Worauf bezieht sich Vertrauen (Objekte):

-   Personen, Gruppen / Teams

-   Organisationen, Systeme, Kultur

-   Strukturen, Prozesse

-   Wissen, Technologie, Sachen (Produkte)

-   Pläne, Strategien

-   Kosten-Nutzen-Kalküle

-   Kompetenzen, Leistungen, Verhalten

-   Verträge, Vereinbarungen

 

Handlungsrelevante Begriffsdimensionen von Vertrauen:

1.    Psychologische Dimension: Individuelle innere Befindlichkeiten sind bei allen Beteiligten unterstellt, also implizit handlungs- und verhaltensleitend, entziehen sich aber der direkten Beobachtung und unmittelbaren Beeinflussung. Zugänglich sind sie allerdings der Selbstreflexion des Individuums. Funktion: Klärung der eigenen Ziele, Werte, Motivationen etc., um diese in Interaktionsprozessen artikulieren zu können.

2.    Soziale Dimension: Kollektive innere Befindlichkeiten von Interaktionspartnern, Gruppen, Netzwerken, die ein Mindestmaß an Ãœbereinstimmungen zur Grundlage haben und miteinander interagieren. Funktion: Intersubjektive Verständigung über Gemeinsamkeiten.

Die Interaktion von 1. und 2. ergibt implizit wirksame, psycho-soziale Implikationen, deren Einfluss und Rolle bei der Vertrauensbildung reflexiv zu erschließen sind. Funktion: Die Verständigung darüber führt zu Sensibilisierung, Bewusstwerden, Aufmerksamkeit.

3.    Handlungspraktische Dimension: In konkreten, situativ bestimmten Interaktionsprozessen – Kommunikation, Verhalten, Handeln – kommen - die psycho-sozialen inneren Motivationen intersubjektiv beobachtbar zum Ausdruck. Funktion: Generierung von Handlungswissen, um über die Kenntnis erfolgskritischer Prozessphasen und Faktoren zur Gestaltung partizipativer, transparenter, glaubwürdiger Kooperationsprozesse beizutragen.

4.    Produktdimension: Artefakte sind materialisierte Handlungsergebnisse, d.h. intersubjektiv wahrnehmbare Erzeugnisse von vertrauensförderlich gestalteten Innovationsprozessen mit Außenwirkung. Funktion: System- und Strukturbildung für Nachhaltigkeit, Sichtbarkeit und Stellenwert, den Vertrauen in kooperativen Innovationsprozessen hat.

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