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Flexibilisierung

Beschreibung

1. Flexibilisierung allgemein

Im Bereich der Wirtschaft und in der Industrie spricht man oft von Flexibilisierung. Man muss dabei zwischen externer und interner Flexibilisierung unterscheiden. Externe Flexibilisierung betrifft die Angelegenheiten außerhalb eines Betriebs, während sich interne Flexibilisierung mit betriebsinternen Faktoren beschäftigt. Flexibilisierung allgemein bedeutet Auflösung ehemals fest verankerter Strukturen.

In der Wirtschaft bezeichnet Flexibilisierung den Übergang von den umfassend vertraglich geregelten Arbeitsverhältnissen des Fordismus (Normalarbeitsverhältnis, feste Arbeitszeiten, tarifvertraglich festgelegte Gehälter, Kranken- und Urlaubsgeld, Kündigungsschutz) zu einer Arbeitsorganisation weitgehend ohne feste Vorgaben. Der Prozess der Flexibilisierung bedeutet oft Verflachung von Hierarchien und der Einbringung von Teamarbeit. Ziele sind die bessere Reaktionsfähigkeit auf die Auftragslage (à Atmende Fabrik) und die Steigerung der Produktivität.

 

2. Definition von Interner Flexibilisierung

Interne Flexibilisierung ist ein Wirtschafts- bzw. Industriebegriff, der Maßnahmen innerhalb eines Unternehmens zur Senkung der Kosten und zur Erhöhung der Produktivität, z. B. Mechanisierung in der Fertigung und Rationalisierung in der Arbeitsorganisation.

Im Gegensatz zu externer Flexibilität stützt sich interne Flexibilität auf eine Anpassung der Arbeitsorganisation (à Rationalisierung), auf neue Fertigungstechnologien (z. B. Roboter und vollautomatische Fertigungsstraßen à Mechanisierung), sowie auf eine entsprechend breite Qualifikation der Beschäftigten (funktionale Flexibilität). Außerdem spielt die Flexibilisierung der Arbeitszeiten, das heißt auf die Anpassung von Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit auf betriebliche Bedürfnisse bzw. die (familiären) Interessen der Beschäftigten eines Unternehmens eine große Rolle.

 

Zusammengefasst bedeutet interne Flexibilisierung

  • Senkung der Kosten
  • Erhöhung der Produktivität
  • Anpassung der Arbeitsorganisation
  • Einsatz von Fertigungstechnologien
  • Funktionale Flexibilität (Qualifikation der Beschäftigten)
  • Flexibilisierung der Arbeitszeiten
  • Anpassung von Dauer, Lage und Verteilung auf betriebliche Bedürfnisse oder auf Interessen der Beschäftigten eines Unternehmens

 

3. Beispiel am Bereich der Personalfreisetzung

Intern kann man diesen Wirtschafts- bzw. Industrievorgang mit dem Beispiel im Bereich der Personalfreisetzung in folgende 3 Faktoren gliedern:

 

  • zeitliche Maßnahmen
  • örtliche Maßnahmen
  • qualitative Maßnahmen

[…]

 

4. Warum braucht man interne Flexibilisierung?

Durch den ständigen Wettbewerb in Wirtschaft und Industrie ist es zwingend immer neue Produktionskonzepte zu entwickeln, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu steigern. Unter Produktionskonzepten versteht man Strategien zur Gestaltung des Produktionsprozesses mit dem Ziel einer Gewinnmaximierung. Vergleichbar ist dies mit dem Aufkommen von Arbeitsteilung und Fließbandproduktion seit 1913. Auch heute wird eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um Unternehmen im technologischen Bereich oder in der betrieblichen oder zwischenbetrieblichen Organisation zu realisieren.

 

 

5. Folgen der Flexibilisierung

In wirtschaftlichen Krisen- oder Problemzeiten oder in ökologischen Katastrophen sind bewiesenermaßen immer mehr Menschen krank oder arbeitslos. Die bisherige Aufgabe des Staates, diese Risiken abzufedern, wird gegen Ende des 20. Jahrhunderts durch wirtschaftliche Globalisierung und neuer „liberaler“ Konzepte immer mehr verändert. Der so genannte „schlanke Staat“ stellt dem aktiven und selbstverantwortlichen Bürger und Unternehmer dadurch einen gesetzlichen und rechtlichen Rahmen zur Verfügung. Dieses Rahmenkonzept beinhaltet beispielsweise Flexibilisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland. Konkrete Beispiele wären die gesetzlichen Regelungen in der Agenda 2010 und die Umsetzungen der Hartz-Konzepte.

 

Literatur

nach Kai Binder 2008

http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=flexibilisierung%20allgemeine%20definition&source=web&cd=1&ved=0CCQQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.bihor.de%2FWordtexte%2FGK%2520EK%2520Wirtschaftsbegriffe%2FFlexibilisierung%2C%2520interne%2520und%2520externe.doc&ei=zJlaT6afIIjZtAa3sL2SDA&usg=AFQjCNGBFqCA-nnr-93j9ZnWdQyhoHIHzQ&cad=rja (Stand: 29.02.2012)

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2013