Loggen Sie sich ein, um alle Funktionen nutzen zu können.


Vernetzte Personalstrategie – die Zukunft der Innovation

Zusammenfassung

Eine Vernetzte Personalstrategie

  • analysiert, nutzt, fördert und unterstützt die Vielfalt der Innovationskompetenzen von Unternehmen und Fachkräften
  • stellt ein neuartiges Portfolio von situations- und bedarfsgerecht kombinierbaren Angeboten, Methoden und Instrumenten bereit um Personalressourcen zu erschließen
  • unterstützt die Flexibilität von Unternehmen und Fachkräften so, dass die Beschäftigungs­möglichkeiten erweitert und stabilisiert werden.
  • setzt beim Entwickeln und Gestalten von innovativen inner- und überbetrieblichen Kooperationslösungen auf Vertrauen als Erfolgsfaktor

Bevorzugt werden partizipative und vertrauensbasierte Lösungen anstelle von boom- oder krisengesteuertem Personalauf- oder -abbau oder von Konkurrenzmethoden wie Headhunting und Abwerbung. Damit erhalten KMU eine Alternative zu Zeitarbeitsfirmen, Ingenieursdienstleistern und Freelancern. Die Fallbeispiele von INNOinSENS zeigen, dass Flexibilisierung und Stabilisierung kein Entweder-Oder sein müssen, wenn Probleme beteiligungsorientiert und wissensbasiert gelöst werden.

Vernetzte Personalstrategie – die Zukunft der Innovation

Mit 25 Mitarbeitern sind wir ein eher kleines Unternehmen. Über den Sensorik-Fachkräftepool haben wir einen neuen Mitarbeiter gefunden. Ich selbst nutze die Qualifizierungsangebote, denn der hohe Praxisbezug liefert wertvollen Input für meine tägliche Arbeit. Über das Netzwerk erhalten wir wertvolle Kontakte. Der Gemeinschaftsstand ermöglicht uns eine Teilnahme an Messen, was sich dann in unseren Auftragsbüchern niederschlägt. (Thomas Hofmann, Geschäftsführer Hofmann Leiterplatten GmbH)

Projektmitglieder

Projekte in der Fokusgruppe

Die Unternehmen in einer vom globalen Wettbewerb geprägten High-Tech-Branche wie der Sensorik müssen flexibel und ressourcenorientiert mit den Veränderungen auf Märkten umgehen. Immer kürzere Innovationszyklen, die Wachstumsdynamik sowie demografische und konjunkturelle Faktoren verändern den Personalbedarf quantitativ wie qualitativ und stellen die KMU der Sensorik-Branche vor verschiedene Herausforderungen.

Vernetzte Personalstrategie

Der INNOinSENS-Handlungsansatz mobilisiert Ressourcen und Innovationspotentiale durch inner- und überbetriebliche Netzwerkarbeit. Auf den Feldern Rekrutierung, Kompetenzentwicklung und Bindung von hoch qualifizierten Fachkräften stehen strategisch vernetzte Kooperationslösungen im Fokus. Kleine und mittlere Sensorik-Unternehmen werden unterstützt bedarfsgerechte Lösungen der Weiterbildung sowie der Beschaffung von temporär benötigten Kompetenzen zu finden – und dies unter den schwierigen Bedingungen von Unter- oder Überauslastung der Belegschaft und rasch wechselnden Auftragslagen.

INNOinSENS setzt sich aus der Strategischen Partnerschaft Sensorik e.V. (SPS), dem Verein für sozialwissenschaftliche Beratung und Forschung e.V. (SoWiBeFo), dem Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institut e.V. (OTTI), der IFP Gesellschaft für Fortbildung und Personalentwicklung mbH (IFP) sowie zwei KMU (Micro Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG, Gefasoft Automatisierung und Software GmbH) zusammen. Die entwickelten und dem Praxistest ausgesetzten Instrumente lassen sich kombinieren und an jeweils aktuelle Bedarfe anpassen:

  • Sensorik-Fachkräftepool: Unterstützung von Bewerber/innen und Unternehmen durch Beratung und passgenaue Stellenbesetzung (SPS).
  • Sensorik-Kompetenzpool: Unterstützung von Unternehmen beim interbetrieblichen Austausch von temporär benötigten Experten (SPS).
  • Ausbau (über)fachlicher Kompetenzen auf den Gebieten Technologie und Betriebswirtschaft durch modulare Seminarreihen und offene Workshops (SPS).
  • Funktions- und bereichsübergreifende Entwicklung methodischer Innovationskompetenzen durch partizipativ entwickelte und umgesetzte Inhouse-Maßnahmen (OTTI).
  • INNOToolbox: Coaching-Konzept zur Unterstützung der Selbststeuerung der Kompetenzentwicklung im individuellen Berufsweg (IFP).
  • Förderung und Stabilisierung von Vertrauen in Innovations- und Kooperationsprojekten durch einen Leitfaden zur Reflexion und interaktiven Gestaltung von vertrauensrelevanten Prozessen (SoWiBeFo)

Folgende spezifische Problemlösungen können als Beispiele guter Praxis gelten:

Wissensmanagement im Generationenwandel bei einem wachsenden Mittelstandsunternehmen: Die Micro Epsilon hat in interdisziplinärer Zusammenarbeit Maßnahmen zur Förderung einer abteilungs-, funktionen- und firmenübergreifenden Arbeitsweise erarbeitet und umgesetzt. Strategisch vorausschauend verzahnt dieser betriebliche Handlungsansatz Organisations- und Personalentwicklung. Strukturelle Veränderungen und personelle Unterstützungsmaßnahmen setzen auf kontinuierliche Veränderung.

Ausbalancierung der Flexibilität und Stabilität von Beschäftigungsverhältnissen: Bei der Gefasoft wurde in enger Abstimmung mit dem Netzwerkmanagement der Sensorik-Kompetenzpool aufgebaut und ein Matching der Übernahme von Kompetenzen aus zwei Unternehmen erreicht.

Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft

Bei der Planung, Gestaltung und Umsetzung von Innovationen sind neben technologischen, auch personelle, organisatorische und soziale Prozesse erfolgsentscheidend. Unternehmen und Fachkräfte erweitern ihre Ressourcen und stärken ihre Kompetenzen, wenn sie anpassbare Bildungs- und Beratungsdienstleistungen einbeziehen. Neue Lösungen zur Bewältigung des Wandels sind das Ergebnis von vertrauensbasierten inner- wie überbetrieblichen Kooperationsprozessen: Es braucht Vertrauen

  • in die Kompetenz von Unternehmen, Mitarbeitern, Teamkollegen und Partnern
  • in eigene Innovations- und Veränderungskompetenzen (Selbstvertrauen)
  • auf Kontinuität und Verlässlichkeit der kompetenten Unterstützung im Netzwerk.

Vertrauen ist eine fortwährende Gestaltungsaufgabe. Es bedarf klarer gemeinsamer Zielsetzungen, transparenter Prozesse, offener Kommunikation, Reflexionsbereitschaft und Gestaltungskompetenz. Die Einführung abteilungsübergreifender Arbeitsgruppen bei Micro-Epsilon haben zu ebenen- und gruppenübergreifenden Synergieeffekten geführt. Es konnten neue Produkte an internen Schnittstellen generiert und durch Fehlerreduktion verbessert werden. Eine gelebte Fehlertoleranz der Innovationskultur erzeugt und beruht auf Vertrauen. Die Akzeptanz bei den Mitarbeitern ist hoch, sie werden entlastet und können sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

Auf Basis der INNOinSENS-Erkenntnisse entwickeln und erproben SPS, SoWiBeFo sowie die Universität Passau mit dem Netzwerk-Mitglied Hofmann Leiterplatten GmbH neue Wege für eine demografiefeste Personalentwicklung im Projekt Democlust.

Bookmark and Share

Value Partner

Kontakt

Dr. Hubert Steigerwald
Zusatz:
Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.
Straße:
Josef-Engert-Str. 13
Stadt:
Regensburg
Postleitzahl:
93051
Telefon:
09416309160
Fax:
094163091610
Website: http://www.sensorik-bayern.de
E-Mail: info@sensorik-bayern.de
Website: http://
E-Mail:

Standorte der Projektpartner

Javascript ist erforderlich, um diese Karte anzuzeigen.